Die Rheintaler Beizenfasnacht befindet sich seit längerer Zeit im Niedergang. Viele Lokale, die die Fasnacht noch feiern, vermeiden inzwischen sogar den Begriff «dekoriert». «Das Wort ‹dekoriert› hat heutzutage ein Schmuddelimage», sagt Maria Simic, eine der beiden Auer Gastronomen, die der Beizenfasnacht neues Leben einhauchen möchten.
Auch Markus Köppel, der zweite Initiator, sieht die Ursache klar: «Sex sells, heisst es zwar, aber die Sexualisierung der Fasnacht hat zuerst die traditionellen Fasnachtslokale zum Aufgeben gezwungen. Und da dies nicht mehr zieht, geben viele Wirte die Fasnacht ganz auf.»
Spass statt Sexualisierung
Köppel und Simic stemmen sich bewusst gegen diesen Trend und setzen auf eine andere Form der Beizenfasnacht. «Bei uns steht der Spass im Vordergrund», betont Maria Simic. «Und man sollte ohnehin keinen Anlass zum Feiern auslassen», ergänzt Markus Köppel.
Beide Gastronomen haben ihre Lokale mit viel Liebe zum Detail dekoriert. Im Mary’s Pub steht die Fasnacht unter dem Motto «Hilfe, die Gallier kommen!», während in der 52 Magic Bar von Markus Köppel das Thema «Hexen, Hexen!» im Mittelpunkt steht.
Fasnächtliche Getränke und vertraute Preise
Neben der Dekoration wurde auch das kulinarische Angebot an die fünfte Jahreszeit angepasst. Naturgemäss betrifft dies vor allem die Getränke. In der 52 Magic Bar werden der Jahreszeit entsprechend heisse Cocktails sowie thematisch passende Drinks wie das «Schneewittli» angeboten. Im Mary’s Pub gibt es – passend zum Motto – Zaubertrank, aber auch Met, Cervisia und einen «Enerdschiidrink».