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Berneck
01.06.2025
31.05.2025 19:34 Uhr

Mit Krokus und Hendrix die Bernecker Kilbi einläuten

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Am Samstag, 31.05.2025, fand in Berneck die Eröffnung der diesjährigen Kilbi statt. Organisiert vom Gemeinnützigen- und Verkehrsverein Berneck, begleiteten Rock und Pop live die Feierlichkeiten.

Mit einem fulminanten Einstieg wurde am Samstagabend, 31. Mai, in Berneck der Einstieg in die Kilbi zelebriert. Zahlreiche Musikbegeisterte trafen sich auf dem Rathausplatz bei einer tollen Festwirtschaft, um gemeinsam dem Start der Kilbi in Berneck bezuwohnen. Warum musikbegeistert? Ganz einfach: Die Appenzeller Rocker von «Rough» kamen ins Rheintal, um die Bernecker und alle Interessierten mit bester Rockmusik zu erfreuen.

Das Wetter spielte bestens mit. Mit fast 30 Grad am Nachmittag, kühlte es gegen den Abend ein wenig ab – genau angenehm, um in lockerer Atmosphäre ein Bier zu trinken, was zu essen und bei bester Musik Freunde und Bekannte zu treffen.

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Eine unverwechselbare Mischung

Um 18 Uhr legten die Rocker los. Die Rockband «Rough» lieferte eine tolle Performance, die das Publikum begeisterte. Rough – das sind drei Männer mit der gemeinsamen Liebe zur Rockmusik. Die Appenzeller sind selbst eingefleischte Rock-Fans und zählen sowohl für ihre Setlist, wie auch für die Kreation von eigenen Songs auf die Einflüsse der ganz grossen Vertreter des Genres.

Allen voran sind dies natürlich «Deep Purple», «Led Zeppelin», «AC/DC», «Cream», «Sweet», «Judas Priest» und natürlich auch die Genre-Ikonen und grössten Helden der gesamten Rockgeschichte: «Black Sabbath» rund um Ozzy Osbourne, welcher auch weniger rock-affinen Lesern aus der TV-Show «Die Osbournes» bekannt sein dürfte.

Entsprechend interessant gestaltete sich daher auch die Setlist, die die drei Musiker zum Besten gaben. Die Mischung der Songs übte eine grosse Sogwirkung aus. Während der eine Song eher gefühlsvoll und verspielt war, ging man bei anderen Songs auf die Vollen und zeigte auf, aus welchem Holz die urigen Rocker geschnitzt sind. Es ist wohl unnötig, zu betonen, wie sehr die Liebe der drei Musiker zu der guten alten Rockmusik spürbar war. Eigenkreationen wechselten sich ab mit Tracks von Krokus, Hendrix und Whitesnake.

Rockmusik, Bier, gutes Essen und dazu ausgelassene Stimmung: Das sorgte für eine unverwechselbare Mischung aus Volksfest, Rock-Konzert und geselligem Beisammensein unter Gleichgesinnten. Entsprechend viele Zuschauer kamen an den Auftakt und liessen sich vom Geschehen treiben. Dennoch kam eine Bemerkung, die den Berneckern sicher nicht ganz so gut gepasst hat – natürlich war sie aber scherzhaft gemeint: «In Rebstein gingen die Leute mehr ab. Das ist natürlich nur ein Spass», liess der Frontmann verlauten.

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Unvergessliche Stimmung

Der zweite Star an diesem Abend waren sodann die Zürcher «Magic Moods». Ihre Songs unterschieden sich stark von jenen von Rough. Die Zürcher nahmen das Publikum mit auf eine Reise durch die verschiedensten Hits und machten mit ihrer einzigartigen Herangehensweise Stimmung. Zusammen mit der Abendstimmung, die sich über das Land legte, entstand dadurch eine besondere Atmosphäre, die man in diesem Sinne so nicht oft erlebte. 

Zum Repertoire der Künstler gehörten weltbekannte und zeitlose Klassiker wie beispielsweise der Police-Hit «Every Breath You Take», Ed Sheeran's Hit «Perfect» und die Gute-Laune-Nummer «Happy» von Pharrell Williams. Das dadurch gebotene Kontrastprogramm zum geerdeten und im positiven Sinne auch dreckigen Sound von Rough liess die Veranstaltung nie langweilig werden. Dass zwischen den beiden Bands mehr als eine Stunde Zeit verging, schien niemandem aufzufallen.

Magic Moods als Hauptact

Rough sprachen den Zürchern dabei einen besonderen Dank aus. Schliesslich durften die Rocker das Equipment der Magic Moods benutzen. «Wir sind nur die Vorband, ihr seid der Main Act», gaben sich die Rocker bescheiden. Jede Band war für sich genommen ein absolutes Highlight. Das Publikum quittierte dies mit Applaus.

Die beiden grundverschiedenen Bands sowie die Festwirtschaft und die allgemein sehr gute Organisation und Leidenschaft des Gemeinnützigen- und Verkehrsvereins machten diesen Samstagabend zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Kilbi heute dürfte dabei in die gleiche Kerbe schlagen und ein nicht minder grosser Erfolg werden. Schade nur, dass sie nur einen einzigen Tag geht.

Fabian Alexander Meyer
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