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Rheineck
07.11.2021

Zimtsenf und Wachteleier am Martinimarkt

Guter Besuch und buntes Treiben auf dem Rheinecker Martinimarkt
Guter Besuch und buntes Treiben auf dem Rheinecker Martinimarkt Bild: Ulrike Huber
Ein prächtiges Städtli, ein prächtiger Markt in alter Kulisse: der Martinimarkt in Rheineck bot den Besuchern alles, was das Herz begehrt.

Jubel, Trubel, Heiterkeit. Mit einem Wort: Martinimarkt. In den historischen Gassen von Rheineck, in denen schon seit Jahrhunderten Märkte stattfinden, passt ein Markt hervorragend hinein. Ein Markt, an dem es nicht nur nach den üblichen Verdächtigen Bratwurst und Magenbrot duftete, nein, auch der Geruch nach Glühwein reihte sich angesichts der niedrigen Temperaturen wieder in die Marktgerüchte ein.

  • Roman Suhrmann und StR. Katharina Linsi weibelten für die Pflegeinitiative Bild: Ulrike Huber
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Passanten überzeugen

So kurz vor einem Abstimmungssonntag sind auf den Märkten auch immer Leute unterwegs, die die Passanten von ihrer Motion überzeugen wollen. So diesmal die Nein-Sager gegen das Covid-Gesetz. Aber auch eine in Rheineck prominente Ja-Sagerin zum Pflegegesetz: Stadträtin Katherina Linsi, diplomierte Pflegefachfrau und langjährige Präsidentin des Berufsfachverbandes.

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«Es war für mich sehr schön, wie positiv die Leute auf unser Anliegen reagieren», erzählte Lins, «entweder haben sie ihr Kreuz schon gemacht, oder sie haben sich sehr für die Problematik bei den Pflegeberufen interessiert.» Noch nicht an Abstimmungen und Politik denken die Kinder, die direkt vor dem Rathaus auf der Kindereisenbahn fuhren oder auf der Drachenschaukel auf und ab geschwungen sind.

Michael und Daniela Fitzi mit ihren köstlichen Wachteleierprodukten Bild: Ulrike Huber

Wachteleiernudeln und Eierlikör

Beinahe politisch wäre es am Stand von Michael und Daniela Fitzi geworden, die die Produkte ihrer Wachtelfarm von Nudeln über Eierlikör bis zu Wachteleiernudeln angeboten haben. Denn Michael Fitzi, ursprünglich einer der drei Kanidaten um das vakante Gemeindepräsidentenamt in Thal, hat vor dem zweiten Wahlgang Ende November zugunsten von Matthias Gehring seinen Rückzug erklärt.

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Wenig politisch ging es auch an den vielen Verpflegungsständen zu. So vor dem alten Feuerwehrdepot, wo der Turnverein und die Volleyballer wirteten. Über den ganzen Markt verteilt, gab es allerhand verschiedenes Streetfood zu kosten. Von Süss wie Zuckerwatte über neutral wie frittierte Spiralkartoffeln bis zu scharf beim Thailänder.

  • Heissi Maroni durften natürlich auf einem Herbstmarkt nicht fehlen Bild: Ulrike Huber
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  • Auch für die Freunde des Süssen war gesorgt Bild: Ulrike Huber
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Immer wieder etwas Neues

Immer wenn man glaubt, es gebe auf einem der in diesem Herbst zum Glück wieder vielen Märkte nichts Neues mehr zu sehen, liegt man vollkommen falsch. Denn immer wieder präsentieren die Marktständler und -fahrer neue, vorher noch nie gesehene Produkte.

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  • Karin Raymann und Klaus Thams verkosteten und verkauften ihre Gewürz- und Senfmischungen Bild: Ulrike Huber
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So auch auf dem Rheinecker Martini-Markt, wo Karin Raymann und Klaus Thams neben selbst gemischten Gewürzen auch vollkommen neue Senfmischungen präsentierten. Und dem Label «Hoss» gab es da zum Beispiel einen Ananas-Curry-Senf, Brombeer-Thymian oder Himbeere-Rosmarin zu kaufen. Die beiden Gewürzmischer haben erst im Frühjahr mit ihrer Produktion begonnen. Doch zuvor stand das Pröbeln mit den Rezepten. «Da gab es auch einige Missgeschicke.» Aber jetzt mundet alles köstlich.

rheintal24/gmh/uh