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Fussball Regional
19.08.2021
21.08.2021 18:35 Uhr

3. Liga fest in Rheintaler Hand - Teil 1

3. Liga: Tummelplatz der Rheintaler Derbys
3. Liga: Tummelplatz der Rheintaler Derbys Bild: zVg
Kommenden Samstag startet auch die 3.-Liga-Meisterschaft. Mit insgesamt sieben Mannschaften in der Gruppe geht die «Rheintaler Derby-Post» in der kommenden Saison definitiv in dieser Liga ab. Vor dem Saisonstart stellen wir alle Teams vor - heute stehen Altstätten, Diepoldsau-Schmitter und Rheineck im Fokus.

FC Altstätten

Der FC Altstätten in der 3. Liga? Man mag es auch jetzt kaum glauben. Als ehemaliger NLB-Club hat die Städtli-Elf in dieser Liga eigentlich nichts verloren und Potential für weitaus höhere Weihen. Das Präsidentenamt ist nach wie vor vakant, die Kaderplanung in der letzten Saison wahrscheinlich suboptimal. Mit Trainer Francesco Bologna und den im Winter geholten Verstärkungen versuchte man, den Abstieg noch zu verhindern. Genützt hat es wenig, Bologna wurde noch vor dem Re-start im Frühjahr gefeuert und durch Ex-Trainer Adi Brunner ersetzt. 

Nun heisst die Realität 3. Liga. Und Altstätten bereichert diese Liga definitiv. Die Vorbereitung war wie bei den meisten Rheintaler Vereinen von Abwesenheiten geprägt. Um die Personalknappheit etwas abzufedern, wurden fünf Junioren in die Vorbereitung mit eingebaut. Diese jungen Spieler wurden dann auch in den Testspielen eingesetzt. Die Testspiele seien positiv verlaufen, wie Sportchef Dario Ilic ausführt. Es sei vor allem an der defensiven Stabilität gearbeitet worden. Diese habe in der Abstiegssaison vollends gefehlt. 

 

Die Städtli-Elf jubelt neu in der 3. Liga Bild: fcaltstätten.ch

Die Altstätter wollen vorne mitspielen, aber dabei die Förderung der eigenen jungen Spieler nicht vernachlässigen. Dazu Ilic: «Ich denke, dass Buchs, Triesenberg, Rüthi und Rebstein vorne mitspielen werden. Auch wir haben diesen Anspruch. Wir sind neu in der Liga, eine wirklich abschliessende Einschätzung ist für uns natürlich noch schwierig.» Ilic betont, dass es äusserst wichtig sei, dass wieder ein Kern von eigenen Spielern aufgebaut werden könne. Die Städtli-Elf lebte lange von der Generation um Bösch, Wyss, Gächter usw. 

Offensiv dürfte Altstätten keine Probleme haben. Das Sturmduo Hajdur/Irisme würde auch jedem Rheintaler 2.-Liga-Team äusserst gut anstehen. Wie sich die Defensive gegenüber letzter Saison entwickelt hat, wird sich nach den ersten Spielen zeigen.  

Wohin führt Altstättens Weg mittel- und langfristig? Dazu nochmals der Sportchef: «Der FC Altstätten möchte so rasch als möglich, aber unter Einhaltung unserer Philosophie, zurück in die 2. Liga. Langfristig möchten wir bei der Juniorenarbeit einen tollen Job machen und somit auch ein gutes Fundament für die 1. Mannschaft legen.» 

 

Dario Ilic: Sportchef des FC Altstätten Bild: fcaltstätten.ch

Abgänge: Daniel Lichtenstern (Karriereende), Thomas Ritter (3. Mannschaft FC A), Jan Liechti (FC Rorschach-Goldach),Yves Kuster (Pause), Luca Kuster (FC Diedpldsau), Björn Ergens (FC Rebstein)

Zugänge: Emre Altindal (War Vereinslos), Taras Zinko (FC Rebstein),  Drilon Demiri (FC Dardania), Janik Zünd (A-Junior), Yanik Lüchinger (A-Junior), Manuel Stüdli (A-Junior)

Erweiterter Kader: Tobias Walt, Maurin Brülisauer, Niel Eugster, Noah Zünd,  Baris Civaz

                      

FC Diepoldsau

Nach mehreren Jahren unter Misko Rankovic hat mit Patrik Riklin ein Ur-Diepoldsauer den Cheftrainerposten bei den Rheininslern übernommen. Nach einer guten Vorbereitung mit wenig Absenzen ist Präsident Roman Müller zufrieden: «Die Trainingsintensität und der neue Drive waren spürbar. Die Spieler haben sehr gut mitgezogen. Ich glaube, der Kader genügt den Ansprüchen, wenn wir weiterhin gezielt und konzentriert arbeiten.» Auch mit den Testspielen sei man, mit Ausnahme des Montlingen-Spiels, zufrieden gewesen. Moral und Mannschaftsklima werden von der Vereinsleitung als sehr gut eingestuft. 

Die Diepoldsauer erwarten eine ausgeglichene Liga mit viel Derby-Feeling. In der Favoritenrolle sieht man Altstätten und Buchs. Rüthi und Triesen hätten aber durchaus auch Chancen. Wer absteigen würde, hänge von verschiedenen Faktoren ab. Bei Eschen/Mauren und Widnau sei etwa entscheidend, in welcher Kadenz die zweite Mannschaft jeweils Spieler aus dem Fanionteam erhalte. Und bei Rheineck müsse man abwarten, ob die vielen Abgänge wirklich adäquat ersetzt werden konnten. Und wo steht der FC Diepoldsau-Schmitter am Ende der Saison? «Unser Ziel ist eine Platzierung in den Top 5. Allerdings ist die Platzierung nicht so entscheidend. Wir wollen uns kontinuierlich und langfristig verbessern und eigenen Junioren den Sprung in die 1. Mannschaft ermöglichen,» so Müller weiter.  

Hintere Reihe von Links nach Rechts: Ogün Hot, Ermin Caluk, David Jevtic, Willi Durot, Dave Ceraolo, Jimmy Szin (Co-Trainer), Patrik Riklin (Trainer) Mittlere Reihe von Links nach Rechts: Roman Müller (Präsident), Lars Spirig (Betreuer), Michaela Wüst (Physio), Gabriel Caggese, Fabian Besserer, Dario Blum, Esmir Shajnoski, Ylber Sadriu, Rico Jöhri (TW-Trainer), Adi Spirig (Sportchef) Untere Reihe von Links nach Rechts: Jake Bellante, Carmelo Bellante, Marc Gröber, Reto Besserer, Sandro Gilomen, Elija Holenstein, Sandro Sonderegger, Cyril Dietsche Es fehlen: Tamer Özcan, Emre Solak, Kimi Metzler, Aaron Zellweger, Jusufi Ali Bild: Fcdiepoldsau.ch

Die Philosophie ist klar vorgegeben. Mit der Ausbildung der eigenen Junioren will man eine Basis für die 1. Mannschaft schaffen. Dieser Weg wird auch unter dem neuen Trainergespann fortgeführt. Müller betont, dass der Kollektiv-Gedanken auf der Rheinauen im Mittelpunkt steht. Das gilt für die Defensive wie auch für die Offensive. Auf sogenannte regionale «Starspieler» wird bewusst verzichtet. Das Vereinsoberhaupt ergänzt: «Mit unseren Tugenden - Kampf und Wille - können wir in jedem Spiel drei Punkte einfahren.»

Mittel- und langfristig will man der eingeschlagenen Strategie treu bleiben. Müller ist überzeugt: « In zwei bis drei Jahren könnten wir von den aktuellen Investitionen in den Juniorenbereich profitieren. Damit uns die jungen Spieler nicht verlassen, liegt der Fokus darauf, das Niveau zu halten. Ebenso streben wir weiterhin Kontinuität im Kader an. Die vielen Vereinswechsel im Rheintaler Fussball sind für das Vereinsleben nicht förderlich. Wir sollten uns bewusst werden, dass die Clubs Dorfvereine und wir im Breitensport zu Hause sind. Viele Vereine praktizieren eine super Arbeit im Juniorenbereich. Genau diesen eigenen Junioren sollte die Chance gegeben werden, im Aktivbereich des eigenen Vereins Fuss zu fassen.»

Roman Müller, Präsident FC Diepoldsau Bild: Fcdiepoldsau.ch

Abgänge: Gabriel Drinovac (Unbekannt), Sahin Irisme (FC Altstätten) , Giuliano Aloi (FC Au-Berneck 05), Igor Rankovic (Unbekannt)

Zugänge: Ermin Caluk à Satteins (AT),  Emre Solak (Götzis), Tamer Özcan (St. Margrethen) (Winter 2021), Dario Blum (Rorschach/Goldach, Winter 2021),  Carmelo und Jake Bellante (FC Widnau II), Ylber Sadriu und Elija Holenstein (eigene Jugend)                            

                

FC Rheineck

Der FC Rheineck hat eine enttäuschende Saison mit dem Abstieg in die 3. Liga hinter sich. Viele Kaderspieler und Leistungsträger haben den Verein verlassen. Auch der umtriebige Sportchef «Zecke» Hausmann ist weg. Diese Lücke füllen soll nun Salvatore Alberio. Trainiert wird die Mannschaft neu vom Trainerduo Rupert Schuster und und Bekim Izairi. 

Aufgrund der vielen Abgänge war die Vorbereitung natürlich anspruchsvoll, wie uns Alberio bestätigt. «Wir mussten quasi eine komplett neue Mannschaft bereitstellen. Die Testspiele haben wir grösstenteils mit Spielern aus der 2. Mannschaft und den A-Junioren bestritten,» so der neue Sportchef. 

 

FC Rheineck: Rundum erneuert. Bild: fcrheineck.ch

Aufstiegsambitionen haben sie in Rheineck nicht. Man schätzt Altstätten, Staad und Buchs am stärksten ein. Was ist von Rheineck zu erwarten? «Tabellenmässig sind unsere Ambitionen bescheiden. Unser Ziel ist es, nicht abzusteigen, was eine Herausforderung ist. Es sind nur noch drei Spieler von letzter Saison im Kader,» stellt Alberio klar. Auf der Stapfenwies will man künftig den eigenen Nachwuchsspielern eine Chance geben, sich in der 3. Liga zu etablieren. Mit Petar Petrov hat man immerhin einer der besten Torhüter im Tal zwischen den Pfosten. Er allein wird es aber nicht richten können. 

Neuer Sportchef in Rheineck: Salvatore Alberio Bild: fcrheineck.ch

Abgänge: Aksic Slobodan ( Staad), Aliu Fatlum,Imeri Florent,Spahiu Ernis (St.Margrethen), Bojaxhi Flamur,Lakna Jetmir, Baumann Manuel (Au-Berneck) Djelassi Emin,Ibrahimi Lendim (Dardania), Lieshi Anton (Rücktritt), Meier Timo (FC Geissau), Akel Fatih (Vereinslos), Stampfel Bostian (St.Otmar) Vasic Dalibor Rücktritt, Chiarello Alessandro (Senioren), Ibrahimi Blerim (Verletzt ), Ibrahimi Blendard (Militär)

Zugänge: Reifler Dario (Junioren), Spahiu Sevdai(St.Margrethen), Wetter Aurel (Junioren), Afkari Roholla (Junioren), Thaiqi Arian (Junioren), Ikanovic Anes (Junioren), La Bella Michele (Junioren FC Staad), Weber Quentin (Junioren FC Staad), Bingöl Sezer, Bosshart Mirco, Krämer Fabian, Müller Luca, Yilmaz Sergen, Sutter Christian, (2.Mannschaft), Borkovic Marco (FC Renault Malin Sulz), Karlidag Sabri (Voralberg)

Über den ambitionierten Aufsteiger FC Staad haben wir bereits berichtet. Die Vorschauen über den FC Widnau II, FC Rebstein und FC Rüthi folgen am Freitag. 

rheintal24/gps/nas