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Kanton
16.05.2021
16.05.2021 13:47 Uhr

Spital Schliessungen, Pläne und Winkelzüge?

Solviva soll nach ersten Aussagen das ganze Spital für 10 Millionen erhalten.
Solviva soll nach ersten Aussagen das ganze Spital für 10 Millionen erhalten. Bild: srf.ch
SVP, FDP, CVP und die SP wollen nicht, dass das neue Spital Wattwil «verschenkt» wird. Zwischen der Solviva AG und der Regierung wurde eine Absichtserklärung vor der Beratung im Parlament unterzeichnet.

Die SVP Toggenburg, die SVP Wattwil, die FDP Wattwil, die CVP Wattwil und die SP Wattwil wollen nicht, dass das neue Spital Wattwil samt Liegenschaft «verschenkt», oder zu einem Spekulationsobjekt wird. Zwischen der Solviva AG und der Regierung wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, lange bevor die Beratung im Parlament anstand.

Mirco Gehrig, Präsident SVP Toggenburg, Präsident SVP Wildhaus - Alt St. Johann, Kantonsrat, und Hansueli Hofer, Präsident SVP Wattwil Vizepräsident SVP Toggenburg. Bild: Parteipräsidenten Toggenburg

Kanton will es loswerden

Nach ersten Aussagen soll die Solviva AG das Spital Wattwil, samt Neubau, Altbau, altes Personalhaus und Boden für 10 Millionen erhalten, nicht etwa im Baurecht, nein, der Kanton will es einfach loswerden. Alleine die 19‘000 Quadratmeter Boden sind 5 Millionen Franken wert. Das heisst, der Neubau würde die Solviva AG nur 5 Millionen kosten (Baukosten 63 Mio.), das ist Vernichtung von Volksvermögen.

Für ein Pflegezentrum müsste die Solviva AG auch den Neubau umbauen und natürlich auch den «ausgehölten» Altbau entsprechend sanieren. Die Solviva AG würde grosse Teile davon wieder an den Kanton zurück vermieten für ein Gesundheits- und Notfallzentrum (GNZ), für die Alkoholtherapie und für die Psychiatrie Nord. Weil die Gemeinde Wattwil das ebenfalls könnte, sind wir uns einig, dass der Kanton seine Rückgabeverpflichtung ernst nimmt und das Vorkaufsrecht durch die Gemeinde eingefordert werden soll.

René Buri, CVP Toggenburg, Andreas Kohler, SP Toggenburg, Flurin Schmid, FDP-Präsident Toggenburg. Bild: Parteipräsidenten Toggenburg

Ein Spital in weitläufigen Regionen, bessere und richtige Lösung!

Es bestehen Pläne, die Anzahl Spitäler in der Schweiz auf 50 zu reduzieren. Durch die Beratungsfirma PWC (PriceWaterhouseCoopers) wurde eine Studie erstellt, wonach 50 Spitäler übrigbleiben sollen. Die Studie – PWC berät auch den Verwaltungsrat der St.Galler Spitäler – kommt zum Schluss, dass weitläufige Regionen wie das Emmental und das Toggenburg ein Spital haben sollen.

Innerhalb vom Toggenburg oder Emmental sind die Wege viel länger, darum müssen solche Landspitäler, wie auch in anderen weitläufigen Regionen erhalten bleiben. Wir akzeptieren nicht, dass die St. Galler Regierung und der Kantonsrat das neue Spital Wattwil trotz der Studie der PWC und der bereits investierten Steuergelder schliessen will. Die gleiche Regierung gibt Steuergelder für Studien und Beratungen durch die PWC aus, ist selbst aber beratungsresistent. Aus diesen Gründen sind wir der Meinung, der Kanton muss das Spital Wattwil fertig ausbauen und weiter betreiben, darum sagen wir NEIN zum Aufhebungsbeschluss der Regierung.

rheintal24/toggenburg24/pd