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10.06.2022

Bundesgelder für Agglomeration Rheintal?

Die geplante Velobrücke Au-Lustenau ist Bestandteil des Agglomerationsprogrammes
Die geplante Velobrücke Au-Lustenau ist Bestandteil des Agglomerationsprogrammes Bild: zVg
Im Agglomerationspaket des Bundes in Höhe von insgesamt 1.3 Milliarden Franken sind auch Massnahmenbeiträge von knapp 40 Millionen Franken für die Agglomeration Rheintal enthalten. Der Bundesrat hat die Vernehmlassung eröffnet.

Für den Ausbau notwendiger Verkehrsinfrastrukturen beantragte die Agglomeration Rheintal – der Zusammenschluss des Kantons St. Gallen, des Landes Vorarlberg und 23 Gemeinden auf beiden Seiten des Rheins – beim schweizerischen Bund ein Massnahmenpaket mit über 20 Massnahmen und einem Volumen von rund 170 Millionen Franken.

39 Millionen bis 2032

Der Bund sieht vor, Beiträge in der Höhe von 19 Millionen Franken an Projekte mit einem Investitionsvolumen von 65 Millionen Franken im A-Horizont (Umsetzung zwischen 2024 und 2028) und weitere 20 Millionen Franken für Investitionen von 67 Millionen Franken im B-Horizont (Umsetzung zwischen 2028 und 2032) zu gewähren.

Bei den Infrastrukturmassnahmen mit Antrag auf eine Teilfinanzierung durch den Schweizer Bund liegt der Fokus auf den kurzfristig realisierbaren Massnahmen im Bereich Fuss- und Veloverkehr und bei der Aufwertung der siedlungsorientierten Hauptstrassen (Lebensadern). Zudem widmet sich das AP4 Rheintal kurzfristigen Massnahmen im öffentlichen Verkehr. Erwähnenswert ist hier insbesondere die neue grenzüberschreitende Fuss- und Velobrücke zwischen Au und Lustenau.

Langfristige Mobilitätslösungen

Längerfristig (B- und C-Horizont) sind neben weiteren Massnahmen zur Aufwertung der Strassenräume und des Fuss- und Veloverkehrsnetzes grössere Optimierungen im öffentlichen Verkehr, Strassennetzergänzungen mit flankierenden Massnahmen und Verkehrsmanagementmassnahmen vorgesehen. Sie alle leisten ihren Beitrag zur künftigen Entwicklung des Rheintals.

Link: Agglomerationsprogramme 4. Generation (admin.ch)

Arbeitsprogramm – Terminplan

Im Frühjahr 2022 haben bereits erste Gemeindegespräche stattgefunden, um die Gemeinden über die bevorstehenden Aufgaben im Zusammenhang mit der Umsetzung der Massnahmen der 4. Programmgeneration zu informieren. Eine Fortsetzung dieser Gespräche ist für Herbst 2022 geplant. Anfangs 2024 können die Massnahmen des AP4 umgesetzt werden.

Weiterführende Informationen und Unterlagen zum Thema Agglomerationsprogramm finden Sie auf der Webseite des Vereins: www.agglomeration-rheintal.org 

Agglomeration Rheintal

Der Verein Agglomeration Rheintal wurde als Ergebnis eines grenzüberschreitenden Zusammenarbeitsprozesses 2016 gegründet. Hauptziel des Vereins ist die Einreichung eines genehmigungsfähigen Agglomerationsprogrammes beim Schweizer Bund und damit auch Beiträge an Infrastruktur-Bauvorhaben im Bereich Verkehr zu erhalten.

Mit dem Agglomerationsprogramm Rheintal wird versucht, die Zusammenarbeit im Bereich der Verkehrs-, Siedlungs- und Freiraumplanung durch konkrete Umsetzungsmaßnahmen zu intensivieren.

Landesübergreifend organisiert

Der Verein ist landesübergreifend organisiert und ermöglicht eine strukturierte und enge Zusammenarbeit der beiden Nationen. Der Kanton St. Gallen, das Land Vorarlberg und 23 Gemeinden beidseits des Rheins sind aktuell Mitglieder des Vereins Agglomeration Rheintal.

Informationen zum Verein Agglomeration finden Sie unter: www.agglomeration-rheintal.org

Vereinsmitglieder

23 Gemeinden: Altach, Altstätten, Au, Balgach, Berneck, Diepoldsau, Eichberg, Feldkirch, Gaissau, Götzis, Höchst, Hohenems, Koblach, Lustenau, Mäder, Marbach, Meiningen, Oberriet, Rankweil, Rebstein, Rüthi, St. Margrethen, Widnau

2 Länder: Kanton St. Gallen, Land Vorarlberg

pd/rheintal24