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Region
27.05.2022

«Gute Erreichbarkeit ein entscheidender Faktor»

Die Interregio 13 Zugverbindung soll am Dezember 2024 von 09.00  bis 15.00 Uhr noch nur jede Stunde anstatt halbstündig verkehren
Die Interregio 13 Zugverbindung soll am Dezember 2024 von 09.00 bis 15.00 Uhr noch nur jede Stunde anstatt halbstündig verkehren Bild: Ulrike Huber
Die Rheintaler Kantonsräte Sandro Hess und Michael Schöbi stören sich an der partiellen Einschränkung des Zugverkehrs im Rheintal ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2024 und haben eine einfache Anfrage an die Kantonsregierung eingereicht.

Wie in den letzten Tagen bekannt geworden, sollen das Rheintal und das Werdenberg mit dem Fahrplanwechsel ab Dezember 2024 mit einer halbstündigen «Interregio 13»-Zugverbindung erschlossen werden. Allerdings wollen die SBB zwischen 9 Uhr morgens und 15 Uhr nachmittags diese Verbindung zwischen St.Gallen und Sargans nur stündlich führen. Sie begründen dies als «nachfragenorientiert». Faktisch wird mit der zusätzlichen Verlegung der Fahrzeiten (IR und S-Bahn würden zeitlich eng hintereinanderfahren) der Service weiter abgebaut.

Zweitstärkste Exportregion der ganzen Schweiz

So jedenfalls sehen das die Rheintaler Kantonsräte Sandro Hess und Michael Schöbi in ihrer Begründung für ihre einfache Anfrage an die Kantonsregierung. Darin führen die beiden Kantonsräte aus:

«Das Rheintal ist die zweitstärkste Exportregion in der ganzen Schweiz. In Industrie, Technologie und Innovation sind das Rheintal und das Werdenberg führend. Sie tragen massgebend zum Wohlstand des ganzen Kantons bei. Für die Entwicklung einer Region ist die Erreichbarkeit ein entscheidender Faktor. Diese während der Hauptarbeitszeiten für Gewerbe und Industrie einzuschränken, steht diametral der Wirtschaftsförderung und der Verbesserung des öffentlichen Verkehrs auf der Schiene entgegen. Auch werden damit weder Busverkehr noch die Strassen und Siedlungen entlastet, im Gegenteil.»

Bevölkerung, Wirtschaft und Wohlfahrt

Eine Erreichbarkeit durchgehend zu den Hauptarbeitszeiten auch im Rheintal und Werdenberg diene der Bevölkerung, der Wirtschaft und damit der öffentlichen Wohlfahrt des Kantons St. Gallen.

Die Kantonsräte Michael Schöbi, Altstätten, und Sandro Hess, Rebstein, haben daher die Kantonsregierung um die Beantwortung folgender Fragen ersucht:

«1. Auf welcher Basis wurde die «Nachfrageorientierung» zwischen 9 und 15 Uhr auf der IR13-Strecke ab Dezember 2024 prognostiziert? Wurde der Ausbau die künftigen Infrastruktur und als dessen Folgen die Attraktivitätssteigerung der Schiene miteinbezogen?

2. Gibt es andere Regionen in der Schweiz, bei denen die SBB neu «nachfrageorientiert» Leistungen zulasten der Erreichbarkeit abbaut?

3. Ist die Regierung bereit, im Rahmen der Förderung des öffentlichen Verkehrs dem Rheintal und dem Werdenberg mit einem durchgehenden Halbstundentakt des IR13 die gleichen Rahmenbedingungen zu schaffen wie den Nachbarregionen, so dem Sarganserland und auf der Achse Wil-St.Gallen-Rorschach?»

rheintal24/gmh/uh