Home Region Sport Magazin In-/Ausland Agenda
Gesundheit
15.03.2022

Corona im Rheintal – die aktuellen Zahlen

Das Coronavirus in der Omikronvariante ist höchst ansteckend
Das Coronavirus in der Omikronvariante ist höchst ansteckend Bild: shutterstock.com
Rheintal24 informiert wöchentlich über das aktuelle Covid-19-Infektionsgeschehen im Gebiet zwischen Rheineck und Rüthi. Mit weiterhin hoher Inzidenz und verhältnismässig wenig Spitaleinweisungen.

In den letzten sieben Tagen haben sich kantonsweit mit 10´649 Neuansteckungen wieder weit mehr Menschen infiziert als in der Vorwoche, als es 10´058 waren.

Insgesamt gab es bisher im Kanton St. Gallen seit Ausbruch der Epidemie 188´762 (Stand Vorwoche 176´692) laborbestätigte Fälle. Und es sind im Kanton St.Gallen seit Beginn der Pandemie insgesamt 846 (Stand Vorwoche 841) Menschen an und mit Corona verstorben.

Die Sieben-Tage Inzidenz (laborbestätigte Fälle der letzten 7 Tage pro 100´000 Einwohner) des Kantons St.Gallen beträgt 2´070 (Vorwoche 1´955).

Situation auf den Intensivstationen

Die Belegung von Akutbetten in den Krankenhäusern hat mit der Zunahme der Infektionen in der letzten Woche ebenfalls zugenommen, entspricht aber in keiner Weise der hohen Inzidenzzahl. Corona hat in der Omikron-Variante weitgehend seinen Schrecken verloren. Aktuell sind in den Spitälern des Kantons 64 (Vorwoche 55) an Corona erkrankte Menschen hospitalisiert, von denen sich gerade einmal 5 Patienten auf der Intensivstation befinden (Vorwoche 4), von denen 2 Menschen künstlich beatmet werden müssen.

Inzidenzzahl im Rheintal über 2´000

Für den Wahlkreis Rheintal werden für die letzten sieben Tage 1´581 (Vorwoche 1´358) laborbestätigte Fälle neu ausgewiesen, was eine im Vergleich zur Vorwoche weiterhin gestiegene Inzidenzzahl von 2´126 (Vorwoche 1´862) Neuerkrankungen pro 100´000 Einwohnern innert einer Woche bedeutet. In den letzten 14 Tagen wurden im Rhintl insgesamt 3´142 (Stand Vorwoche 2´454) Neuerkrankungen gezählt. Die 14-Tage Inzidenz beträgt 4´225 (Vorwoche 3´300).

Impffortschritt im Kanton St.Gallen

Die Impfkampagne ist im Kanton praktisch zum Erliegen gekommen. Der Stand per 13.03.2022:

Mindestens einmal geimpfte Personen 328´382 (Vorwoche 328´323), davon teilweise geimpft 2´138 (Vorwoche: 2´233), zweimal geimpft wurden 326´244 (Vorwoche 326´090) Personen. Eine Booster-Impfung erhielten bisher 184´936 (Vorwoche 184´399) Menschen.

Bei der Variante Omikron, die aktuell in der Schweiz dominiert, sind viele Antikörperdurchbrüche zu verzeichnen, was die hohen Ansteckungs- und Inzidenzzahlen erklärt. In den weit überwiegenden Fällen kommt es – vor allem bei den Geimpften und Genesenen - aber nur zu einer Erkrankung mit «milden Symptomen», die aber im Vergleich zu einem grippalen Infekt meist äusserst heftig sind.

Datenquelle: Bundesamt für Gesundheit - Informationssystem Meldungen (ISM)
Aktualisierungsdatum: 15.03.2022, Meldestand: 14.03.2022

 

Der Kommentar zum Zahlenwerk:

Leser haben bei rheintal24 angefragt, weshalb wir noch die «alarmistischen» Inzidenzen veröffentlichen, obwohl sich diese bei der Omikron-Mutation von den aussagekräftigeren Bettenbelegungszahlen abgekoppelt haben. In unseren Augen sind die Inzidenzen weiterhin ein guter Indikator dafür, wie ansteckend ein Virus ist und wie schnell es sich verbreitet.

Und wie man sieht, ist Corona in der Variante Omikron höchst ansteckend. 1´581 Ansteckungen bei rund 74´000 Einwohnern im Rheintal in nur einer Woche sprechen eine deutliche Sprache. Und die Anzahl jener, die zwar erkranken, aus den verschiedensten Gründen aber keine Erkrankungsmeldung erstatten und nicht zum Arzt gehen, dürfte auch in die hunderte gehen.  

Es gilt immer noch: Wenn Sie noch nicht geimpft sind: Schützen Sie Ihr Leben und das Leben anderer und holen Sie sich den womöglich lebensrettenden Pieks. Und bereiten sich damit bereits auf die für den Herbst erwartete nächste Coronawelle vor.

Denn stellen Sie sich vor, eine weitere Virusmutation würde die hohe Ansteckungsrate von Omikron mit der Gefährlichkeit der Delta-Variante vereinen.

Die Nebenwirkungen der Impfung sind im Vergleich zu möglichen Auswirkungen der Coronakrankheit sehr gering. Und Langzeitfolgen gibt es nach dem Stand der Wissenschaft keine.

rheintal24/gmh/uh