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Gesundheit
18.01.2022

Lichtstrahl am Horizont: Ende der Pandemie in Sicht?

Bild: naturfotografen-forum.de
Good News von Top-Virologen: Nach einer starken Durchseuchung der Bevölkerung wird gemeinsam mit den Impfungen ein anhaltender Schutz erzeugt und die Pandemie in endemische Einzelereignisse übergehen.

Die aktuelle grosszügige Vorgangsweise des Bundesrates scheint die Richtige zu sein. An einer Corona-Durchseuchung der Bevölkerung durch die Omikron-Variante scheint ohnehin kein Weg vorbei zu gehen. Zum Glück beschert diese Variante den Geimpften und vielen Genesenen einen sehr milden Verlauf mit keinen oder nur wenigen Symptomen. Und auch jene, die noch keine Antikörper und T-Zellen gegen Corona bilden konnten, haben mildere Verläufe als bei Delta.

Bild: welt.de

Positive Sicht in die Zukunft

Die deutschen Top-Virologen Klaus Stöhr und Christian Drosten sehen daher positiv in die Zukunft. Angesichts der aktuellen Corona-Welle mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante erwarten sie erst eine Durchseuchung in den kommenden Wochen, dann eine natürliche Immunisierung der Bevölkerung - und schliesslich ein Auslaufen der Pandemie.

«In den nächsten zwei bis drei Wochen wird es eine Unsicherheit geben, wie hoch die Inzidenz steigen wird. Danach werden sich durch die sehr starke Durchseuchung, die dann leider einsetzen wird, die man nicht abwenden kann, sehr viele Menschen die natürliche Immunität holen», sagte etwa Klaus Stöhr am Sonntagabend im TV-Sender Bild.

Bild: tagesschau.de

Immunität «oben drauf gepflanzt»

«Diese Immunität wird auf die durch Impfung oder Genesung schon vorhandene Immunisierung oben draufgepflanzt», so Stöhr weiter. Beides zusammen werde zu einem anhaltenden Immunschutz führen, so dass man auch nicht drei oder vier Mal boostern müsse. «Im Herbst muss man dann sehen, ob man den über Sechzigjährigen noch einmal ein Impfangebot macht.»

«Alle Menschen werdem sich früher oder später mit Sars-Cov-2 infizieren», meinte auch Virologe Christian Drosten in einem Interview mit dem «Tagesspiegel am Sonntag». Und betonte: «Ja, wir müssen in dieses Fahrwasser rein, es gibt keine Alternative. Wir können nicht auf Dauer alle paar Monate über eine Booster-Impfung den Immunschutz der ganzen Bevölkerung erhalten.» Das müsse das Virus machen.

rheintal24/gmh/uh/apa