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Gesundheit
18.01.2022
18.01.2022 09:52 Uhr

Corona im Rheintal – die aktuellen Zahlen

Omikron sorgt für mehr Ansteckungen bei sinkender Belegung von Spitalbetten
Omikron sorgt für mehr Ansteckungen bei sinkender Belegung von Spitalbetten Bild: shutterstock.com
Rheintal24 informiert wöchentlich über das aktuelle Covid-19-Infektionsgeschehen im Gebiet zwischen Rheineck und Rüthi. Und über eine Sieben-Tage-Inzidenz, die über der Tausender-Marke liegt.

In den letzten sieben Tagen haben sich kantonsweit mit 6´500 Neuansteckungen noch einmal mehr Menschen infiziert als in der Vorwoche, wo es 5´792 waren.

Insgesamt gab es bisher im Kanton St. Gallen seit Ausbruch der Epidemie 106´962 (Stand Vorwoche 99´348) laborbestätigte Fälle. Und es sind im Kanton St.Gallen seit Beginn der Pandemie insgesamt 816 (Stand Vorwoche 811) Menschen an und mit Corona verstorben.

Die Sieben-Tage Inzidenz (laborbestätigte Fälle der letzten 7 Tage pro 100´000 Einwohner) des Kantons St.Gallen beträgt 1´264 (Vorwoche 1´126).

Situation auf den Intensivstationen

Die Belegung von Akutbetten in den Krankenhäusern entspricht zum Glück nicht der hohen Inzidenzzahl. Aktuell sind in den Spitälern des Kantons 51 (Vorwoche 66) an Corona erkrankte Menschen hospitalisiert, von denen sich 14 Patienten auf der Intensivstation befinden (Vorwoche 15), die alle künstlich beatmet werden müssen.

Inzidenzzahl

Für den Wahlkreis Rheintal werden für die letzten sieben Tage 938 (Vorwoche 834) laborbestätigte Fälle neu ausgewiesen, was eine im Vergleich zur Vorwoche nochmals gestiegene Inzidenzzahl von 1´261 (Vorwoche 1´121) Neuerkrankungen pro 100´000 Einwohnern innert einer Woche bedeutet. In den letzten 14 Tagen wurden im Rhintl insgesamt 1´945 (Stand Vorwoche 1´395) Neuerkrankungen gezählt. Die 14-Tage Inzidenz beträgt 2´615 (Vorwoche 1´876).

Impffortschritt im Kanton St.Gallen

Die Anzahl der bereits geimpften Personen steigt langsam, aber sie steigt. Der Stand per 16.01.2022:

Mindestens einmal geimpfte Personen 325´958 (Vorwoche 324´354), davon teilweise geimpft 5´117, zweimal geimpft wurden 320´841 (Vorwoche 319´229) Personen. Eine Booster-Impfung erhielten bisher 158´940 (Vorwoche 145`943) Menschen. Also weisen 63.2 Prozent der Kantonsbevölkerung inzwischen den Impfschutz mit zwei Impfungen auf. Und weitere 21,1 Prozent der Bevölkerung waren oder sind schon einmal erkrankt, und haben damit auch Antikörper und T-Zellen gebildet.

Also dürften gesamt gut 80 Prozent der Menschen im Kanton St.Gallen gegen das Covid-19-Virus bis Variante Delta immun sein. Bei der Variante Omikron, die in der Schweiz angekommen ist, sind aber vermehrt Antikörperdurchbrüche zu verzeichnen.

Datenquelle: Bundesamt für Gesundheit - Informationssystem Meldungen (ISM)
Aktualisierungsdatum: 18.01.2022, Meldestand: 17.01.2022

Der Kommentar zum Zahlenwerk:

Leser haben bei rheintal24 angefragt, weshalb wir noch die «alarmistischen» Inzidenzen veröffentlichen, obwohl sich diese bei der Omikron-Mutation von den aussagekräftigeren Bettenbelegungszahlen abgekoppelt haben. In unseren Augen sind die Inzidenzen weiterhin ein guter Indikator dafür, wie ansteckend ein Virus ist und wie schnell er sich verbreitet.

Und gerade an den Inzidenzen der letzten Wochen sieht man: Omikron ist da! Wie ein Lauffeuer verbreiten sich die Ansteckungen unter Ungeimpften, aber auch unter den Geimpften. Denn Omikron kann die erste Abwehrreihe des menschlichen Organismus gegen Viren, die bei über 80 Prozent der Bevölkerung durch Impfung oder Genesung gebildeten Antikörper unterlaufen.

Wo dies geschieht, macht sich die zweite Abwehrreihe, die T-Zellen ans Werk. Das ist der Grund, warum sich so viele zwar anstecken, aber bei Geimpften und Genesenen bisher keine oder kaum schwere Verläufe zu beobachten sind. Und auch für jene Menschen, die weder geimpft noch genesen sind, scheint es im Verhältnis zur Anzahl der Ansteckungen erstaunlich wenig schwere Verläufe zu geben.

Unter jenen Unglücklichen, die tatsächlich in Tiefschlaf versetzt und künstlich beatmet werden, befinden sich weit überwiegend ungeimpfte Personen. Nach den neuesten Zahlen aus dem deutschen Sprachraum überleben inzwischen rund zwei Drittel der künstlich Beatmeten ihren Aufenthalt auf der Intensivstation.

Es gilt immer noch: Wenn Sie noch nicht geimpft sind: Schützen Sie Ihr Leben und das Leben anderer und holen Sie sich den womöglich lebensrettenden Pieks.

Seien Sie vorsichtig! Schützen Sie sich und die wenigen Menschen in der Bevölkerung, die noch keine Antikörper und T-Zellen gegen Corona gebildet haben. Corona, auch in der Variante Omikron, ist nach wie vor eine unter Umständen tödliche Krankheit. Und die Anzahl der Ansteckungen bleibt in der kalten Jahreszeit hoch. Also: Masken tragen, Handdesinfektion, Abstände halten und den Kontakt mit Mitmenschen reduzieren!

Die Nebenwirkungen der Impfung sind im Vergleich zu möglichen Auswirkungen der Coronakrankheit sehr gering. Und Langzeitfolgen gibt es nach dem Stand der Wissenschaft keine.

 

rheintal24/gmh/uh