Home Region Sport Magazin In-/Ausland Agenda
Magazin
23.12.2021

Ein helles Licht in dunkler Nacht

Das Friedenslicht von Betlehem wird jährlich in der Geburtsgrotte entzündet
Das Friedenslicht von Betlehem wird jährlich in der Geburtsgrotte entzündet Bild: dpsg.de
Für viele Menschen ist es bereits ein liebgewordener Brauch. Das Friedenslicht, dass jährlich in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem entzündet wird und seinen Weg bis in unsere Wohnzimmer findet.

«Viele unserer Pfarreimitglieder kommen jedes Jahr kurz vor Weihnachten zu mir ins Pfarrhaus, um sich das Friedenslicht zu holen», erzählt Dekan Pfarrer Josef Benz aus Berneck, «wenn man weiss, woher dieses Licht kommt, hat man natürlich noch eine ganz besondere Beziehung dazu.»

Pfarrer Benz war schon viele Male mit Rheintaler Pilgergruppen in der Geburtskirche in Betlehem, wo das Friedenslicht jährlich in der Geburtsgrotte entzündet wird. «Wer je über die beiden schmalen Treppen in diese Grotte, in der die Geburtsstelle von Jesus unter dem Geburtsalter gezeigt wird, hinabgestiegen ist, wird von ihrer ganzen Strahlkraft gefangen genommen.» Die Geburtsstelle wird von einem Silberstern mit der Inschrift «Hic de Virgine Maria Jesus Christus Natus est» kenntlich gemacht.

Pfarrer Josef Benz aus Berneck verteilt jedes Jahr persönlich das Friedenslicht Bild: Ulrike Huber

Aus der Geburtsgrotte nach Berneck

«Wir bekommen unser Friedenslicht jeweils über Österreich, von wo aus es in die Frauenhofkapelle in Altstätten gelangt und von mir geholt und nach Berneck gebracht wird» so Pfarrer Benz weiter. Denn entstanden ist dieser Brauch im Rahmen der Aktion des österreichischen ORF «Licht ins Dunkel». Und zwar 1986 über eine Anregung einer Hörerin, die anregte, allen Spendern zu Gunsten von Kindern mit Beeinträchtigungen mit einem Licht zu danken.

Da zu Weihnachten die Geburt Christi in Betlehem gefeiert wird, hatte der damalige Unterhaltungschef des Fernsehens die Idee, das Licht direkt aus dem Geburtsort des Herrn zu holen. Eine Idee, die begeistert aufgenommen wurde. In normalen Jahren wird das Licht von einem österreichischen Mädchen in der Geburtsgrotte entzündet. Letztes Jahr gab es wegen Corona eine Ausnahme. Ein einheimisches Mädchen entzündete das Licht in der Geburtsgrotte. Die Flamme wurde dann nach Tel Aviv gebracht und von dort nach Linz geflogen.

Das Friedenslicht kann zur Weihnachtszeit jeweils auch in der Kapelle beim Frauenhof in Altstätten geholt werden Bild: Ulrike Huber

Symbol für den Weihnachtsfrieden

Das Licht, das mittlerweile zu Weihnachten in Millionen von Häusern in ganz Europa leuchtet, ist ein Symbol für den Weihnachtsfrieden, der bei der Geburt Christi in Betlehem verkündet wurde und soll Helligkeit in die Herzen der Menschen bringen. Wie ein helles Licht in dunkler Nacht.

Wer sich im Rheintal das Friedenlicht holen will, informiert sich am besten über die Homepage der jeweiligen örtlichen Pfarrei.

rheintal24/gmh/uh